Griechischer Bergtee

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Griechischer Bergtee

Dieses Jahr wollte ich meinem Kräuterbeet eigentlich noch ein Beet für meine Teepflanzen hinzufügen, aber nachdem aus meiner kleinen Kräuterspirale eher ein Beet in U-Boot – Größe (Zitat eines Nachbarn) wurde, hat mein Mann, meinen Wunsch ignorierend, mir lediglich einen schmalen Streifen im Garten gewährt. Seufz…aber ich komme schon klar. 😞
Meine Teepflanzen sind:
Griechischer Bergtee, goldener Bergtee, Zitronenverbene, weiße Verbene, Zitronenmelisse, chinesische Chrysanthemen (gefüllt, sie blühen etwas früher im Oktober).

Der griechische Bergtee ist ein Tee mit einer mild würzigen, leicht bitteren, zimtigen Note. Mit ihm kann man auch beim Backen oder Kochen den Geschmack und die Würzkraft von gemahlenen Zimt unterstützen. Für den Tee werden die graufilzigen Blätter und die Blüten aufgegossen.
Zubereitung
Für eine Kanne, 2-3 EL vom Kraut mit kochendem Wasser übergießen, ca. 10 Min. ziehen lassen, dann abseihen und genießen.

Der griechische Bergtee enthält einen antibiotisch wirkenden Stoff, wirkt dadurch entzündungshemmend und ist gut einsetzbar gegen Erkältungen. Die winterharten Pflanzen gedeihen bei uns sehr gut. Es gibt über 140 verschiedene Sorten.
Seit einigen Jahren ist der Griechische Bergtee in den Fokus der Demenzforschung gerückt. Man nimmt an, dass Stoffe, die im griechischen Bergtee enthalten sind, die Übertragung der Nervensignale im Gehirn verbessern, indem sie die Konzentration an Botenstoffen, wie z. B. Serotonin, im synaptischen Spalt zwischen den einzelnen Nervenzellen erhöhen. (Aus dem Buch „Griechisches Eisenkraut“ von Dr. Harnisch).
Seine Wirkung entfaltet der Tee, wenn er regelmäßig über einen längeren Zeitraum zu sich genommen wird. Empfohlen wird eine Kanne täglich.

Goldener Bergtee

Auch hier werden für den Tee Blätter und Blüten genutzt – frisch oder getrocknet. Er überzeugt durch sein ausgesprochen feines Aroma. Die Blätter sind weniger behaart als beim griechischen Bergtee. Diese in der östlichen Türkei beheimatete Art wächst schnell, ist sehr robust, sowie trocken- und kälteresistent.
Zubereitung:
2-3 EL von dem Kraut für eine Kanne, mit kochendem Wasser übergießen ca. 5 Min. ziehen lassen, dann abseihen und genießen.
Die heilende Wirkung ist ähnlich des griechischen Bergtees.

Holunderblüten

Holunder 4

Der Monat Juni ist die Zeit für die Holunderblüten. Die sind nicht nur sehr schmackhaft als Sirup und Gelee, diese Blüten können getrocknet als Erkältungstee verwendet werden. Sie besitzen ätherische Öle mit freien Fettsäuren, Flavonoiden, Gerb- und Schleimstoffen. Durch ihre schweißtreibende Wirkung treiben sie die Erkältung aus dem Körper heraus und sind schleimlösend bei Bronchitis. Die Holunderbeeren wirken auf Grund ihres hohen Vitamin C und Folsäure Anteils stärkend und vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten – 1 bis 2 kleine Gläser am Tag trinken.
In der Klosterheilkunde wurde der Holunder als Universalmedizin gepriesen- wärmend, trocknend, abführend, entwässernd, fiebersenkend, schmerzlindernd und magenstärkend.

Trocknen von Holunder

Holunderblüten trocknen

Ein guter Tee zur Beruhigung und Entspannung im Sommer:

Zutaten
30g Kamillenblüten, 30g Holunderblüten, 30g Lindenblüten, 10g Schlüsselblumen, 5g Lavendelblüten, 20g Ringelblumenblüten und 20g Melissenblätter.

Zubereitung
2 EL der Teemischung (getrocknete Blüten) oder eine Handvoll frische Blüten mit 500 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen.
2 Stunden vor dem Schlafengehen 1-2 Tassen trinken. Die Kamillenblüten sind nervenberuhigend und muskelentspannend, Lavendel stärkt die Nerven und fördert das Einschlafen, Melisse unterstützt die Entspannung, Ringelblumenblüten haben eine leicht krampflösende Wirkung und fördern den Gallenfluss, Lindenblüten wirken u.a. beruhigend und reizlindernd.

Holunder 2

Holunderblüten

Die Rezepte für Holunderblütengelee und Sirup findet Ihr auf unserem Blog unter:

https://zeitfensterblog.com/2015/06/15/holunderbluten-der-geschmack-des-fruhsommers/

Holunder

Holunderblütensirup

It`s Tea Time

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It’s Tea Time

Jetzt ist wieder Zeit für frischen Tee aus dem Kräuterbeet. Pfefferminze, Zitronenmelisse und Zitronenverbene sind im Garten, wie auch in Blumentöpfen auf dem Balkon oder Fensterbrett, einfach zu halten. Frisch oder getrocknet als Tee, zum Essen oder als Dessert sind sie vielfach verwendbar.

Es gibt mittlerweile so viele verschiedene Minzsorten zu kaufen, von der klassischen Pfefferminze, Marokkanische Minze (mit ihr kann man gut herzhafte Gerichte verfeinern), bis hin zur Sckoko- oder Apfelminze (prima für Desserts geeignet). Im Tee schmecken alle Sorten.

Teesorten

Eine kühlende, erfrischende und gleichzeitig entspannende Teemischung ist:

Minze, Zitronenverbene und Zitronenmelisse zu gleichen Teilen mischen.

3 TL frische Blätter (6-8 Blätter) für eine große Tasse (ca. 400- 500 ml) mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und genießen.

Pfefferminze

Verwendung in der Heilkunde von Minze

Wissenschaftlich anerkannt ist die innerliche Anwendung der klassischen Ackerminze bei Magen- Darm- und Gallenbeschwerden und bei Erkrankungen der oberen Atemwege, sowie die äußere Anwendung bei muskulären Schmerzen.

Bei krampfartigen Beschwerden im Magen- Darmbereich empfiehlt sich ein Tee:

3 TL Pfefferminzblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Täglich 2-3 Tassen trinken.

Die maximale Tagesdosis beträgt, je nach Körpergewicht, 3-6 g.

Zur innerlichen Anwendung bei Verdauungsbeschwerden werden 3 Tropfen ätherisches Öl der Acker- oder Pfefferminze in einem Glas Wasser eingenommen.

Die Tagesdosis beträgt 6 Tropfen.

Bei Erkältungskrankheiten kann man mit dem ätherischen Öl inhalieren, bei Kopfschmerzen reibt man die Schläfen mit Pfefferminzöl ein.

Für Säuglinge und Kleinkinder ist diese Anwendung nicht geeignet, da es eventuell zu Atemproblemen, oder zum Ersticken führen kann.

Zitronenmelisse

Verwendung in der Heilkunde von Melisse

Die Zitronenmelisse wirkt gut gegen nervös bedingte Magen- Darmbeschwerden und bei Einschlafstörungen. Sie hat einen schwach Bakterien- und virushemmenden Effekt.

Teezubereitung bei Magen-Darmbeschwerden:

2Tl Melissenblätter mit einer großen Tasse kochendem Wasser übergießen. Zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Zu den Mahlzeiten trinken.

Kinder sollten nicht mehr als 2-4 TL täglich einnehmen.

Melissenblätter können auch als Zusatz für ein Vollbad genommen werden:

50-60 g Melissenblätter in 1l Wasser zum Kochen bringen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.  Den Sud ins 38 °C warme Badewasser geben.

Zitronenverbene

Zitronenverbene (Eisenkraut)

Die Verbene wird von Hildegard von Bingen als kühlend bezeichnet und empfiehlt es als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund-und Rachenraum. Mit dem gekochten Kraut werden Umschläge bei nicht heilenden Wunden und Geschwüren gemacht.

Die Gerb- und Bitterstoffe des Eisenkrauts schaffen Linderung bei leichten Magenbeschwerden und bei Durchfällen.

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Ernährungs- und Gesundheitstipps für den Winter

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Ernährungs- und Gesundheitstipps für den Winter

In der traditionellen chinesischen Medizin gehören die Organe Niere und Blase zu dem Element Wasser. Die Nieren sind die Speicher unserer Lebenskraft, daher müssen wir sie gut umsorgen. Das Element Wasser ist nicht nur in unserem Kulturkreis die Basis allen Lebens. Da Niere und Blase besonders kälteempfindlich sind, sollten sie besonders gut warmgehalten werden. Wie schon unsere Mütter sagten: Ziehe ein Unterhemd an. Also- das stimmt! Das Nieren- Qi müssen wir schützen. Ist zu wenig Nieren- Qi vorhanden, haben wir Symptome von innerer Kälte und Krankheiten können eindringen. Das bedeutet auch, dass wir unsere Energie im Winter nicht zu stark verausgaben sollten. Der Winter ist die Zeit der Ruhe und des Rückzugs. Dieses Angebot der kalten und ungemütlichen Jahreszeit sollten wir annehmen.
Zu dem Element Wasser gehört der salzige Geschmack. Er löst Blockaden, befeuchtet den Körper und bewirkt, dass das Qi der Niere sich nach unten richtet – wo es hin soll. Salzig essen bedeutet nicht raffiniertes Kochsalz zu uns zu nehmen, sondern eher Fisch, Meeresfrüchte und Meeresalgen in unsere Ernährung einzubauen. Auch Eintöpfe mit Hülsenfrüchten und lang gekochte Fleischsuppen stehen während des Winters im Vordergrund. Geröstetes Getreide, Kohl- und Wurzelgemüse und Lauch gehören ebenfalls auf den Speiseplan.
In Asien werden im Winter gerne in den Suppen Meeresalgen wie Wakama, Nori oder Kombu mitgekocht. Die typischen Wintergewürze sind Nelke, Wacholder, Zimt, Anis, Piment und Vanille. Mangelnde Bewegung wird mit diesen Qi-bewegenden Gewürzen ausgeglichen. In dieser kalten Jahreszeit greift lieber zu Obstkompott mit Vanille als Alternative zum frischen Obst und vermeidet Rohkost, lieber warm essen. Ein warmes Frühstück, wie Vollkorngetreidebrei mit Kompott macht Euch fit für den Tag. Trinkt zwischendurch abgekochtes, warmes Wasser, es wärmt den Magen und den gesamten Körper und gibt ein sättigendes Gefühl.

Bleibt gesund!

Stein in Wasser mit Om, Yoga, Tai Chi, Qi gong, Feng Shui mit Wasserlinsen und Schachtelhalm

Zitronen- Ingwer- Plätzchen

Zitronen-Ingwerkekse

Zitronen-Ingwer-Plätzchen

Zutaten

220 g Mehl, 1 gehäufter TL Backpulver, 1 Prise Salz, 1 daumengroßes Stück frischen Ingwer – fein gerieben, ca. 30 g Zitronat – fein gehackt, Saft und die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone, 100 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 140 g weiche Butter

Dekoration

2 EL Zitronensaft, Puderzucker, ca.20 g kandierten Ingwer (gibt es in jedem Asia Laden, ich habe ihn im Supermarkt gefunden) – grob hacken, ca.20 g Orangeat – grob hacken

Zubereitung

Ingwer reiben, Zitronenschale abreiben und Zitrone auspressen. Das Zitronat fein hacken. Orangeat und den kandierten Ingwer grob hacken.

Mehl mit Backpulver, Salz, Zucker, Vanillezucker vermischen. Ingwer, Zitronenschale, 1 EL Zitronensaft, Zitronat dazugeben und mit so viel Butter verkneten, dass ein homogener Teig entsteht, der nicht mehr krümelt (eventuell etwas mehr Butter nehmen).

Kirschgroße Kugeln formen, mit der Hand flachdrücken und im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad Ober-Unterhitze ca. 12 Minuten backen.

Aus Puderzucker und 2-3 EL Zitronensaft einen Zuckerguss herstellen und die Kekse nach dem Auskühlen damit bestreichen und mit dem kandierten Ingwer und Orangeat dekorieren.

Ingwertee Teetasse

Ingwer

Die Ingwerwurzel ist schon seit Jahrtausenden als Gewürz- und Heilmittel in den verschiedensten Kulturen bekannt. Als Hausmittel gegen Erkältungen kennt ihn jeder. In der Naturheilkunde spielt er in vielfältiger Anwendung schon lange eine große Rolle, als Schmerzmittel, gegen Übelkeit und bei Erkältungen. Auch in der Schulmedizin findet er in der jüngeren Zeit wieder seinen Platz, als Mittel gegen Muskelschmerzen oder bei Gelenkentzündungen.

Wegen seinen wohltuenden Eigenschaften ist er bei vielen Menschen sehr beliebt. Unverzichtbar ist er als Gewürz beim Kochen asiatischer Gerichte. Als Getränk passt die Wurzel in jede Jahreszeit, wärmend als Ingwertee oder erfrischend als Ingwerwasser. Nur nach 16.00 Uhr sollte man ihn nicht genießen – munter macht er immer.

Die Bedeutung des Ingwers in der asiatischen Küche und als Heilmittel kann man an einem besonderen Haushaltsgegenstand aus China ermessen: Der Ingwertopf ist in China ein traditionelles Hochzeitsgeschenk. Mit typischen blauen Verzierungen und den Schriftzeichen für „Glück“ versehen findet man ihn dort in jedem Haushalt. Ingwer wird darin in ganzen Knollen, getrocknet oder gerieben gelagert und ist immer griffbereit. Zu uns fanden früher nur die Töpfe aus dickem Porzellan, die so für den langen Transport nach Europa stabil genug gemacht wurden. Das feine Porzellan war den Chinesen vorbehalten. Dekorativ und funktional zugleich sind aber beide Sorten. Die Wurzeln bleiben durch das Mikroklima darin länger frisch.

Ingwertee mit Apfel und Zitrone
Dünne Scheiben von frischem Ingwer – für eine Tasse ein etwa daumengroßes Stück, dünne Scheiben vom Apfel und ein paar Spritzer Zitrone. Die Ingwer- und Apfelscheiben in eine Kanne geben und kochendes Wasser aufgießen. Nach etwa 8 Minuten in eine Tasse geben, etwas Zitrone zugeben, fertig.
Wer möchte kann die Ingwerscheiben auch mit grünem Tee aufbrühen.

Wir wünschen Ihnen an dieser Stelle eine schöne Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben und natürlich einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Es war ein schönes Jahr mit Ihnen. Wir freuen uns auf ein neues und spannendes Jahr 2017.

Bleibt gesund!

traditional medicine and synthetic drugs

health, traditional medicine and ethnoscience concept – natural and synthetic drugs on wooden table

Gesünder leben mit der Traditionellen Chinesischen Medizin

composition zen, Bouddha, yin yang, bambou

Gesünder leben mit der Traditionellen Chinesischen Medizin mit Heike Armonat im Zeitfenster in Berlin Pankow
Sonnabend, 28. Januar 2017 von 17.00 – 19.30 Uhr

Vortrag: Einführung in die traditionelle chinesische Medizin – Heike Armonat
Die traditionelle chinesische Medizin resultiert aus Beobachtungen der Natur und des Lebens. Der Schwerpunkt der TCM lag schon immer in der Vorbeugung von Krankheiten durch gesunde Lebensführung. Heute hat der Präventionsgedanke wieder große Bedeutung erlangt. Es ist wichtig Verantwortung für seinen Körper zu übernehmen. In der traditionellen chinesischen Medizin wird nach den Ursachen von Erkrankungen gesucht und dementsprechend therapiert. Der ganzheitliche Gedanke trägt die TCM, bei dem Körper und Geist immer eine Einheit bilden.
In diesem Vortrag möchte ich Ihnen die Grundlagen der TCM anschaulich und leicht verständlich darstellen. Thematisiert werden einige Schwerpunkte der TCM wie Meridiane (Energieleitbahnen), Akupressurpunkte, die 5 Elemente und Ernährungsgrundlagen.

Der Kaiser fragt: Ich möchte wissen, durch was für Qi die einhundert Krankheiten hervorgerufen werden?

  • bei Wut steigt das Qi auf
  • bei Freude fließt das Qi frei
  • bei Traurigkeit schwindet das Qi
  • bei Angst sinkt das Qi
  • bei Schreck gerät das Qi in Unordnung
  • bei Ermüdung wird das Qi geschädigt
  • bei Grübeln verknotet sich das Qi

(aus dem Buch des gelben Kaisers Huang Di)

Wir werden die Antworten in dem Vortrag finden.
Kosten pro Termin 15 €

Wok Gemüse

Gebratenes Wok Gemüse in Grün aus Bohnen, Brokkoli und Zucchini, dekoriert mit Cashewnüssen. Fried vegetables in green colors made from beans, broccoli and green squash decorated with

Meditation erlernen mit Heike

Meditation erlernen mit Heike
Samstag, 26.11.2016 von 17.00 – 18.30 Uhr im Zeitfenster in Berlin Pankow
Meditation bedeutet im stressigen Alltag Ruhe und den Weg zu sich selbst finden. Wir beginnen mit leichten, ruhigen Yogaübungen, um den Alltag loszulassen. Heike Armonat führt Sie anschließend in die Meditation ein.

Eines Tages kamen zu einem einsamen Mönch einige Menschen. Sie fragten ihn:

„Was für einen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille und Meditation?“

Der Mönch war mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu seinen Besuchern:

„Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?“

Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: „Wir sehen nichts!“
Nach einer kurzen Weile forderte der Mönch die Leute erneut auf:

„Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?“

Die Leute blickten wieder hinunter: „Ja, jetzt sehen wir uns selber!“

Der Mönch sprach:

„Nun, als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation: Man sieht sich selber! Und nun wartet noch eine Weile.“

Nach einer Weile sagte der Mönch erneut: „Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?“

Die Menschen schauten hinunter: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“

Da erklärte der Mönch: „Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge.“

Autor unbekannt

corporate green break - meditating middle age male professional sitting on a wooden bridge in the middle of an asian-like green pond for company wellbeing,back view with park foreground

Gemüsecurry

Gemüsecurry Mangold in Schälchen

Mangold asiatisch

 Zutaten

500 g Mangold, 4 Knoblauchzehen – in Scheiben schneiden, 1 Zwiebel – in Würfel schneiden, 3 EL Sojasauce, 8 EL Wasser, 3 EL Rapsöl, 1 EL Zucker, 1 EL Reisessig, Pfeffer, Salz

 Zubereitung

Den Mangold waschen und gut abtropfen lassen. Öl in einem großen Topf erhitzen, die Zwiebel und den Knoblauch anschmoren, dann den Mangold, Sojasauce, Essig und das Wasser zugeben. Wenn die Mangoldblätter zusammengefallen sind, die Kokosmilch und die Gewürze zugeben und alles ca. 10 Minuten auf mittlerer Stufe (ohne Deckel) köcheln und reduzieren lassen. Jetzt erst mit Salz abschmecken. Wird vor dem Reduzieren schon „richtig“ gewürzt, kann das Gemüse überwürzt sein.

Gemüsecurry Reis in Schälchen

 Asiatisches Gemüsecurry für 6 Personen

 Gemüse

1 kleinen Blumenkohl – in Rosen brechen, 1 kleinen Brokkoli – in Rosen brechen, 1          Aubergine – in Scheiben schneiden und vierteln, 2 große Karotten – Scheiben oder Stifte schneiden, 1 Zuccini – Scheiben schneiden – halbieren, 1 Kohlrabi – ca. 1 cm dicke Streifen schneiden, 2 Stangen Porree – 2 cm dicke Ringe schneiden, 2 Paprika – große Stücke schneiden, 2 runde Rettiche oder 1 spitzen Rettich – in Scheiben schneiden, 1 Glas Bambusstreifen – abgießen, 6 Knoblauchzehen – Scheiben schneiden

5 EL Sojasauce, 4 EL Fischsauce, 8 EL Wasser, 8 EL Öl (Erdnussöl oder Rapsöl), 3 Büchsen Kokosmilch, 3-4 Blätter langblättrigen- oder Vietnamesischen Koriander, 6 Kaffirlimettenblätter, 5 Stängel Zitronengras – vierteln und mit dem Messerrücken aufbrechen, 2 daumengroße Stücke Ingwer – in dünne Scheiben schneiden, 4 TL Curry,  1/2 Tl Cayennepfeffer (alternativ für Curry und Cayennepfeffer) 4 EL rote Currypaste , 1 EL Zucker, 3 EL Reisessig, 1 Bund Koriandergrün rupfen – zum darüber streuen

 Zubereitung

Öl in einem großen Wok (besser in zwei) erhitzen,

Ingwer, Zitronengras, Knoblauch mit dem Curry (Currypaste) anbraten, die Möhren, den Porree und den Kohl zugeben und anschmoren. Dann, bis auf den Rettich, das andere Gemüse zugeben. Nach kurzer Schmorzeit mit Wasser und Reisessig ablöschen, kurz darauf alle Zutaten, Gewürze und die Kokosmilch zugeben. 2 Minuten vor Ende  der Garzeit die Rettichspalten in den Wok geben und unterheben. Abschmecken und nach Belieben nachwürzen.

Die Garzeit liegt insgesamt etwa bei 12 Minuten. Das Gemüse sollte noch Biss haben.

Die Korianderblätter darüber streuen – guten Appetit.

Dazu passt Basmati-, Jasmin- oder Duftreis.

Gemüsecurry 1

Koriander

Koriander ist das weltweit meistverwendete Gewürzkraut. Es ist sozusagen die asiatische Petersilie, aber wird auch in Mittelamerika sehr viel verwendet. Koriander stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und verbreitete sich von dort nach Asien. Man nutzt das Koriandergrün und die Korianderkörner. Der berühmte griechische Arzt Hippokrates nutzte schon Korianderfrüchte bei Magen- und Darmbeschwerden, denn Koriander wirkt verdauungsfördernd, entblähend, entkrampfend und appetitanregend. Beim Stillen überträgt sich die krampflösende Wirkung über die Muttermilch auf den Säugling. Frisches Koriandergrün soll bei Entgiftungskuren die Ausleitung von Schwermetallen aus dem Körper unterstützen.
In der Küche werden Koriandersamen als Gewürz beim Backen von Brot, Weihnachtsgebäck und Apfelkuchen eingesetzt. Die Samen passen genauso gut zu Auberginen, Rote Bete, Kohlgerichten, Hülsenfrüchten, Fisch- Fleisch- und Geflügelgerichten. Es ist ein Bestandteil des Currypulvers.
Koriandersamen im Mund zerkaut, sollen gegen den unliebsamen Knoblauchgeruch helfen.
Das Koriandergrün hat ein ganz spezielles und intensives Aroma, man mag es, oder man mag es nicht. Daher kommt auch der negative Volksname Wanzendill. In Asien und Südamerika kann man das nicht verstehen, denn hier wird das seifig- ölige Aroma als angenehm empfunden.
Das Koriandergrün eignet sich für Salate, Suppen, Reisgerichte und asiatische Pfannengerichte. Es wird, wie Petersilie, erst ganz zum Schluss unter die Speisen gemischt.

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Koriandersorten
„Aladin“ verbreitete Sorte für die Ernte von Blattkoriander.
„Marino“ verbreitete Sorte für die Ernte von Koriandersamen.
„Thüringer“ an das hiesige Klima gut angepasste Sorte
„Cilantro“ (bezeichnet in Mittelamerika Koriander) und die Koriandersorte „Confetti“ – Ihr Geschmack ist für Koriandereinsteiger geeignet.
„Langer Koriander“ (Sägezahndistel) stammt aus Südamerika, es ist eine kleinwüchsige Sorte und hat ein fantastisches Aroma. Schon wenige Blätter genügen um einem Gericht den intensiven Geschmack zu geben. Diese Koriandersorte kann getrocknet werden, ohne dass sie ihr Aroma verliert.
„Vietnamesischer Koriander“ ist ein robustes Knöterichgewächs und hat ein leichtes Korianderaroma mit einem pfeffrigen Geschmack. Er wird in Vietnam zum Würzen von sauer eingelegtem Gemüse, Salaten und Suppen verwendet. Auch diese Sorte lässt sich gut trocknen.
Die anderen Koriandersorten sollten eingefroren werden oder in Öl konserviert werden nach Pesto-Art.

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Merken

Teerezepte – Melisse und Co.

Zitronenmelisse Zitronenverbene im Krug Teegläser Plätzchen

Die Natur stellt uns viele Heilmittel zur Verfügung. Kräuter sind nicht nur schmackhaft im Essen, aus ihnen können Tees, Wickel, Öle und Tinkturen hergestellt werden. Man unterscheidet zwischen einem Aufguss und einem Absud. Ein Aufguss wird mit Blättern und Blüten durchgeführt. Der Absud (Abkochung) wird hauptsächlich zur Extraktion der Inhaltsstoffe von Rinden und Wurzeln angewendet.

Pfefferminzaufguss

1/4 l Wasser aufkochen, kurz abkühlen lassen, 1-2 TL Pfefferminzkraut damit übergießen und das Ganze abgedeckt ca. 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen.

Wirkung

Pfefferminze wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, hilft bei Verdauungsstörungen, wirkt allgemein erfrischend und kühlend, gegen Muskelschmerzen und Schweregefühl in den Beinen.

Rezept für den sogenannten Glückstee

Verbene, Lindenblüten, Kamille und Pfefferminze zu gleichen Teilen mischen. Von der Mischung 2 TL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und 8 Minuten ziehen lassen, abseihen und 2x täglich trinken.

Wirkung

Stimmungsaufhellend, erfrischend und entspannend.

Zitronenverbene im Kräuterbeet

Zitronenverbene (Eisenkraut)

Die Zitronenverbene verströmt einen wunderbar intensiven Zitronenduft, der von den Blättern der Pflanze ausgeht. Sie liebt sonnige Standorte und einen nährstoffreichen und leicht feuchten Boden. Staunässe sollte vermieden werden. Bei ihr braucht man für die Anzucht mehr Geduld als bei der Zitronenmelisse. Aus den Blättern können Tees hergestellt werden. In der Küche passt die Zitronenverbene zu Fisch, Geflügel und sie kann zum Aromatisieren von Marinaden, Essig und Öl genutzt werden. Die Zitronenverbene schmeckt gut in Smoothies, Milchshakes, Limonaden und Likören.

Der Teeaufguss wird genau wie beim Pfefferminztee durchgeführt.

Wirkung

Verdauungsfördernd, antibakteriell, krampflösend für die Muskulatur, entspannend, beruhigend, stimmungsaufhellend. Die Verbene gilt als „verlässlicher Freund des Magens“.

Zitronenmelisse im Kräuterbeet

Melisse

Auch die Zitronenmelisse duftet angenehme nach Zitrone. Geerntet wird vor der Blütezeit im Juni. Sobald die Mellise anfängt zu blühen schmeckt und riecht sie nicht mehr so aromatisch. Also vor der Blüte genießen oder die Blätter trocken.

Minztee

1-2 TL Minzblätter mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 8 – 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und bei Bedarf trinken.

Wirkung

Beruhigend, angstlösend, gegen Blähungen und Völlefühl, in Cremes wirkt sie gut gegen Lippenherpes

Die drei Kräuter:  Pfefferminze, Zitronenverbene und Zitronenmelisse können auch gut in einer Teemischung kombiniert werden.

Kochen mit Minze

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Gegrillte Mediterrane Gemüse-Tofu-Spieße
Rezept für 3-4 Personen

Zutaten
200g Tofu (natur oder geräuchert)
100g Schafskäse
½ Aubergine
1 mittelgroße Zucchini
ca. 10 mittelgroße Champignons halbieren
10 Schalotten für etwa 5 Minuten blanchieren

Marinade
Olivenöl
2 TL mittelscharfen Senf
1 TL Tomatenmark
1 mittelscharfe Chili fein würfeln
Saft einer ½ Zitrone
2 EL Balsamico
jeweils 1 TL getr. Oregano, getr. Thymian, getr. Rosmarin, Paprikapulver
1 EL Rohrzucker
etwas Kreuzkümmel, Curry, Pfeffer, Salz

Zubereitung
Alle Zutaten für die Marinade miteinander verrühren. Ruhig etwas mehr vorbereiten, da die Spieße beim Grillen damit bepinselt werden können.
Tofu ist ohne Gewürze kein geschmackliches Highlight. Er nimmt aber gut die Aromen von Kräutern und Gewürzen an. Mit einer Marinade erreicht man das am besten. Dazu wird der Tofu in Streifen oder Würfel geschnitten, vorsichtig ausgedrückt und für mindestens 2 Stunden in der Marinade im Kühlschrank mariniert.
Die vorab in Wasser eingeweichten Holzspieße abwechselnd mit den Gemüse-, Tofu -, und Käsewürfeln bestücken. Festeres Gemüse schön eng an den Schafskäse schieben, dann bleibt er beim Grillen auf dem Spieß. Die Gemüsespieße mit etwas Marinade bepinseln und mit wenig Hitze grillen. Wenn ihr einen Grill mit Deckel habt, brauchen die Gemüsespieße etwa 15 Minuten bei 120-140 Grad. Hin und wieder das Grillgut mit etwas Wasser befeuchten und mit der restlichen Marinade bepinseln.

Petersilienkartoffeln mit Olivenöl
Pro Person 3-4 mittelfeste Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und mit 2/3 Gemüsebrühe und einem Drittel Olivenöl ca. 15 Minuten mit Deckel kochen. Die Flüssigkeit darf die Kartoffeln dabei höchstens nur zu 2/3 bedecken. Zum Ende der Kochzeit, wenn die Kartoffeln noch bissfest sind, den Deckel wegnehmen und bei kleiner Hitze die Flüssigkeit verdampfen lassen, dabei hin und wieder umrühren. Wenn noch zu viel Wasser im Topf ist, etwas abgießen. Bekommen die Kartoffeln eine „cremige“ Oberfläche, 1 Bund geschnittene Petersilie unterheben. Sollten die Kartoffeln in den letzten Minuten zu trocken werden, einfach etwas Olivenöl zugeben.

Joghurt – Minze – Dip

Zutaten

300 g Naturjoghurt, 1/2 Handvoll frische Melissenblätter – kleingeschnitten , 1/4 Handvoll frische Petersilie – kleingeschnitten, abgeriebene Schale 1/2 Bio- Zitrone, 1/4 Schlangengurke – kleine Stücke, 1/2 TL  zermörserten Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker

Zubereitung

Alle Zutaten mischen, bis auf die Schlangengurke. Den Dip ca. 1 Stunde im Kühlschrank stehen lassen, damit der Joghurt die Minzaromen annehmen kann. Kurz vor dem Servieren die kleingeschnittene Schlangengurke unterheben.

Dieser sommerlich, frische Geschmack passt gut zu den gegrillten Gemüsespießen.

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Die Minzen gehören mit ihrem kühlenden und leicht scharfen Aroma zu den beliebtesten Kräutern. Schon in der Antike war der Duft der grünen Minze (Spearmint) sehr beliebt. Die grüne Minze stammt ursprünglich aus Südeuropa, aber hat sich schon lange unserem Klima angepasst.  Heute unterscheidet man grob zwischen Pfefferminze und grüner Minze. Die Pfefferminze entstand rein zufällig in einem Pfefferminzfeld in der Nähe von London, wo sich mithilfe einer Biene die dort angebaute grüne Minze mit einer wilden Wasserminze kreuzte. Der Botaniker John Ray beschrieb 1696 diese erste Pfefferminze, aus der alle heutigen Pfefferminzzüchtungen hervorgegangen sind. Heutzutage gibt es eine große Vielfalt von Minzsorten: Pfefferminze, Apfelminze, Erdbeerminze, Schokominze, arabische Minze usw.

Die mehrjährige Minze liebt feuchte Standorte, einen Humusboden in halbschattiger bis sonniger Lage.

Ein Minzbeet sollte alle drei Jahre seinen Platz wechseln, denn Minzen sind mit sich selbst unverträglich und fühlen sich nicht lange am selben Standort wohl. Die Minze breitet sich gerne überall aus, daher ist es gut sie in Töpfe zu verbannen oder eine Wurzelsperre einzurichten.

Grüne Minze ist erfrischend und schmeckt süßlich scharf. Pfefferminze hat einen hohen Mentholgehalt und ist schärfer, süß, herb mit einem kühlenden Nachgeschmack.  Es werden die Blätter frisch oder getrocknet verwendet. Sie kann man auch gut einfrieren- klein hacken und in Eiswürfelbehälter mit etwas Wasser vermischen.

Küche

In der Küche verfeinert die Minze Süßspeisen wie Obstsalate, Quarkdesserts, Wassermelone und Eis. Vor allem Schokolade verträgt sich wunderbar mit der kühlenden Minzschärfe. Pfefferminzblätter mit geschmolzener Schokolade überzogen schmecken zum Beispiel köstlich.

Pfefferminze und arabische Minze passen gut zu Bulgur oder Couscoussalaten, Hülsenfrüchte, Auberginen, Erbsen, Karotten, Kartoffeln, Tomaten, Zucchini,  Lamm und Huhn, kalte Gurkensuppe und Joghurtspeisen.

Pfefferminze eignet sich gut für Tee und Sirup und aromatisieren Bowlen, Liköre, Cocktails und andere Getränke. In Gelees ist die Pfefferminze auch eine perfekte Ergänzung.

Naturheilkunde

Es werden frische, getrocknete Pfefferminzblätter sowie das Pfefferminzöl genutzt. Pfefferminzöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den frisch geernteten, blühenden Zweigspitzen der Pfefferminze hergestellt.

Pfefferminze wirkt krampflösend, verdauungsfördernd, schmerzstillend und anregend auf die Gallensaftproduktion. Das im ätherischen Öl enthaltende Menthol wirkt leicht betäubend und vermittelt auf der Haut das Gefühl von Kälte. Pfefferminze wird bei Magen- Darm- Beschwerden, Schwangerschaftserbrechen, bei Übelkeit und äußerlich bei Kopfschmerzen eingesetzt. Bei Dauergebrauch kann Pfefferminze aber auch den Magen reizen. Die mentholfreien Sorten wie grüne Minze, Apfelminze sind magenfreundlicher.

Bei Kopfschmerzen und Migräne hilft es, mit Pfefferminzöl die Schläfen zu massieren.

Einreibungen mit Pfefferminzöl wirken lindernd bei Muskel- und Nervenschmerzen.

Kinder

Kinder ab 4 Jahren sollten die Einnahme von 3-5 g Minze, zwischen 10-16 Jahren 3-6 g Minze täglich nicht überschreiten und sollten Pfefferminze nur bei Bedarf einnehmen.

Kontraindikation

Pfefferminzöl nicht auf Brust oder in das Gesicht von Babys und Kleinkindern  auftragen, es kann zum Glottiskrampf bis hin zum Ersticken führen. Pfefferminze bitte nicht bei Gallenblasenentzündungen, Verschluss der Gallenwege und bei schweren Leberschäden anwenden. Bei Einnahme von Pfefferminzöl kann Sodbrennen auftreten. Bei äußerer Anwendung können Hautreaktionen auftreten oder es kann zu Atembeschwerden kommen.

Zeit für Kräuter

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Die Kräuter wachsen endlich wieder, es kann geerntet werden und ich kann meiner Kräuterleidenschaft frönen, kann sammeln, trocknen und kochen. Vielleicht habt Ihr Lust die Welt der Kräuter auf diesem Blog mit mir zu teilen.

Es gibt so viel zu Kräutern und Gewürzen zu berichten. Ich versuche es kurz und informativ zu halten. Die Geschichte von Gewürzen und Kräutern ist sehr, sehr lang. Schon die Sammler und Jäger haben gewusst, dass Kräuter, Samen und Wurzeln unterschiedliche Geschmäcker, Aromen und Schärfen haben. Bereits in der Steinzeit wurden Speisen mit Kümmel gewürzt. Die Menschen entdeckten, dass bestimmte Kräuter nicht allein gegessen werden konnten, zusammen aber mit Wildgemüse und mit Fleisch erstaunlich gut schmeckten und diese verfeinerten.

Im römischen Reich waren Gewürze kostbar wie Gold und nur die Oberklasse konnte sie sich leisten.
Im Mittelalter entwickelt sich Europa zu einer Welthandelsmacht in Sachen Gewürze. Entdecker suchten nach den besten Routen in Richtung China, Indien oder Indonesien. Auch mit vielen anderen Ländern unterhielten die Europäer ausgiebige wirtschaftliche Verbindungen. Es gab Kriege um die Kontrolle des Gewürzhandels. Von Anfang an beherrschten die mächtigsten Staaten den Gewürzhandel und so ist es bis heute geblieben.

Heilkräuter

Die Geschichte der Heilkräuter ist lang und interessant, aber auch hier versuche ich mich kurz zu halten.
Die heilsame Wirkung von Pflanzen wurde schon in der Steinzeit entdeckt. Man fand im heutigen Irak ein Grab der Neandertaler, das zwischen 50.000 und 70.000 Jahre alt sein soll, in dem sieben verschiedene Heilkräuter gefunden wurden. Man fand Tabletten der alten Sumerer, die zeigen, dass sie ihre Medikamente aus pflanzlichen und mineralischen Verbindungen mit Flüssigkeiten oder Lösungsmitteln gemischt haben, wie zum Beispiel mit Wein, Bier, Honig oder mit pflanzlichen Ölen.

400 v. Chr. erstellte der griechische Arzt Hypokrates eine Liste von über 400 Heilkräutern und Gewürzen, was ungefähr der Hälfte der uns heute bekannten Würzkräuter entspricht.
Hildegard von Bingen gilt als erste deutsche Naturforscherin und Heilerin: Sie schrieb Bücher über Pflanzen, über Krankheiten und wie sie entstehen. Ein Mensch war für sie nicht einfach krank. Für sie stand jede Krankheit im Zusammenhang mit dem Geist und dem Körper.

Durch die Entwicklung der damaligen Kräuterheilkunde bildete sich eine neue Berufssparte, die der Apotheker. Apotheker legten sich eigene Apothekergärten an, sie stellten aus den Pflanzen Tees, Salben und Öle her.
Wer sich den Apotheker nicht leisten konnte, der ging zur Kräuterfrau. Die Kräuterfrauen heilten die gesundheitlichen Probleme der armen Menschen und kannten sich gut mit den heilenden Kräften von Pflanzen aus. Vielen waren diese klugen, selbständigen Frauen unheimlich, oder es kamen Neid oder Rache auf. Oft wurden sie als Hexen verschrien und verfolgt. Die Kräuterfrauen waren häufig die letzte Rettung für die Menschen, z.B. für Frauen bei einer schweren Geburt. Oder wenn Verletzungen und Schmerzen zu groß wurden, dann kannte die Kräuterfrau auch Betäubungsmittel und Mittel zur besseren Wundheilung und gegen Entzündungen.
Paracelsus, einer der Kräuterkundler der jüngeren Zeit, sagte im 16. Jahrhundert, dass er selbst einen Großteil seines Wissens diesen Kräuterfrauen verdanke.
Je mehr Menschen lesen lernten, desto weiter drang das Wissen über die Kräuter und vor allem das Wissen, dass das keine Hexerei ist, in das Volk vor. Kräuter wurden ausprobiert und studiert und mit dem Buchdruck wurde dieses Wissen immer weitegetragen.

Kräuter haltbar machen

Kurz vor der Blüte haben die meisten Kräuter den höchsten Aromagehalt. Die beste Ernte ist vormittags, bevor die Mittagssonne auf die Pflanzen brennt.

Trocknen

Kräuter lassen sich gut trocknen, besonders die mit festen Stängeln und herben Aromen – Rosmarin, Thymian, Bohnenkraut, Salbei, Minze usw.  Aber ich trockne in meinem Trockengerät auch Dill, Koriander und Fenchelgrün. Trockengeräte gibt es in verschiedenen Größen und Preisklassen zu kaufen. Die günstigere Variante ist: Man bindet lockere Kräutersträuße, die kopfüber an einem dunklen und warmen Ort zum Trocknen aufgehangen werden. Je nach Umgebungstemperatur dauert das Trocknen 5 Tage bis 3 Wochen.

Kräuter können auch im Backofen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 40 Grad C, getrocknet  werden. Dabei die Backofentür einen Spalt breit offen lassen (Holzlöffel dazwischen klemmen), damit der Wasserdampf entweichen kann. Die Blätter müssen ganz trocken sein, d.h. beim Anfassen rascheln und die Stängel leicht brechen. Das Aroma der Kräuter hält sich gut 1 Jahr.

Tiefkühlen

Kräuter eignen sich zum Einfrieren, wie z.B. Schnittlauch, Petersilie, Koriander oder Dill. Die frischen Kräuter waschen, abtropfen lassen und klein hacken. Anschließend kleine Portionen in einen Eiswürfelbehälter füllen, etwas Wasser darübergießen und ab ins Tiefkühlfach. Die Kräuter können auch kurz püriert und in Eiswürfelbehälter gefüllt werden. Das geht gut mit Kräutern, die größere, feste Blätter haben, wie mit Minze oder Basilikum. Die gefrorenen Kräuterwürfel nicht auftauen, sondern direkt am Ende des Kochvorgangs ins Essen geben. Auch die gefrorenen Würfel kann man bis ca. 1 Jahr aufbewahren.

Kühlschrank

Frische Kräuter sollten im Kühlschrank, feucht eingewickelt, maximal eine Woche lang lagern.

Kräuter in Öl einlegen

Die fettlöslichen Aromastoffe werden von Speiseölen gut aufgenommen und so konserviert. Am besten gehen Olivenöl, das noch einen Eigengeschmack mitbringt, oder das geschmacksneutrale Rapsöl. Geeignete Kräuter dafür sind Rosmarin, Thymian oder Salbei. Feste Kräuter wie Rosmarin sollte man vor dem Aufgießen etwas andrücken, so geht das Aroma intensiver in das Öl über. Die Kräuter müssen vollständig mit Öl bedeckt werden, sodass kein Schimmel entsteht. Das Öl mit den Kräutern für 2-3 Wochen an einen warmen Ort stellen. Dann kann es gefiltert werden. Es hält sich fest verschlossen, kühl und dunkel gelagert, einige Monate lang.

Kräutersalz herstellen. In dem Bericht Sommerlaune findet ihr alles über die Herstellung von Kräutersalzen.

Kochen mit Kräutern

Kochen kann man mit frischen oder getrockneten Kräutern. Bei einigen Kräutern, wie Rosmarin und Oregano werden durch das Trocknen die Aromen konzentriert. Wer die Bitterstoffe einiger Kräuter nicht mag, gibt die Kräuter erst zum Ende des Kochvorgangs zu den Speisen. Ansonsten gilt, gibt man die Kräuter frühzeitig hinzu, geben Sie ihre Aromen intensiver an das Gericht ab. Zum Schluss des Kochvorgangs kann man noch einmal fein gehackte Blätter des entsprechenden Krauts zugeben. Basilikum, Schnittlauch, Koriander, Kerbel, Dill, Zitronenmelisse fügt man immer erst kurz vor dem Servieren hinzu. Sie verlieren während des Kochvorgangs ihre ätherischen Öle und sehen nach dem Kochen unansehnlich aus.

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