Linsenfrikadellen

Linsen Frikadellen angerichtet mit Brokkoli

Linsenfrikadellen

Vorab, es ist nicht mein Ziel ein Imitat der klassischen Frikadelle, Bulette oder Pflanzerl zu braten. Bis auf die Basis sind die Zutaten und Gewürze aber fast identisch und da man sie auch mit Ketchup oder Senf, kalt oder warm essen kann, gibt es im Geschmack und im Aussehen durchaus Ähnlichkeiten.

Auch die Linsenfrikadellen gibt es morgen bei uns im Zeitfenster zum Probieren – nach der Yogastunde.

Zutaten für mindestens 6 Personen

500 g Linsen (bis auf die roten Linsen, die zu schnell zerkochen, eignen sich alle Sorten) nach Anleitung kochen, abgießen und gut auskühlen lassen – sie sollten nicht zerfallen.

2 Brötchen, in Wasser eingeweicht und anschließend gut ausgepresst, 3 Eier, ca.100 g Semmelbrösel, 2 EL Thymian, 1 TL Rosmarin, 2 EL Oregano ooder Majoran, 150 g geriebenen Parmesan, 3 Stücke weiche getrocknete Tomaten- fein gehackt, 2 rote Zwiebel- fein gewürfelt, 2 Knoblauchzehen pressen, 2 EL Senf, 2 EL Tomatenmark, Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, Rapsöl und Olivenöl zum Braten, Panko-Mehl

Zubereitung

Alle Zutaten in einer großen Schüssel vermischen. Das geht mit der Hand am besten, da die Linsen zwar gar sein, aber dennoch ihre Form behalten sollen. Die Masse nun etwa 15 Minuten ruhen lassen und anschließend in nicht zu große Bällchen formen. Sollte der Teig zu nass sein, könnt ihr den Teig mit Semmelbrösel leichter formbar machen. Auf kleiner (!) Flamme werden die leicht flach gedrückten Frikadellen von beiden Seiten gebraten, bis sie schön gebräunt sind.

Die Linsenfrikadellen harmonieren zum Beispiel mit einem Pflücksalat und einer fruchtigen Vinaigrette, einem Chutney, oder wie oben schon erwähnt mit den üblichen Zutaten der Berliner Bulette: Senf oder Ketchup.

Noch zwei Tipps: Die Frikadellen werden fester, wenn ihr beim Braten der ersten Seite einen Deckel auf die Pfanne setzt. Wenn ihr seht, dass diese Seite braun genug ist, kann der Deckel weg, kurz den Dampf verdunsten lassen und auf der zweiten Seite fertig braten. Ich habe einen Teil der Frikadellen vor dem Braten in Panko-Mehl gewälzt. Das ergibt schöne goldbraune und knusprige Außenseiten.

Mango-Apfel-Chutney

1 große Mango, 2 säuerliche Äpfel, 1 große rote Zwiebel, 2 EL weißen Balsamicoessig, Saft einer Zitrone, 3 EL braunen Zucker,  2 EL milden Curry, 1 kleines Stück Ingwer, 1 TL süßen Paprika, 1 Chili-Schote, 1 Prise Zimt, 1 Prise Kurkuma, Salz

Essig, Zitrone, die fein gewürfelte Zwiebel, Zucker, die fein gehackte Chili und den geriebenen Ingwer in einem Topf erhitzen und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend kommen die gewürfelten Äpfel, die Mangowürfel und die Gewürze dazu. Während das Chutney noch weitere 8 Minuten auf kleiner Flamme köchelt mit Salz abschmecken und kalt stellen.

Direkt vom Herd in abgekochte Schraubgläser gefüllt, hält das Chutney mindestens 1/2 Jahr. Tipp: Nach dem Abfüllen das Glas auf den Kopf stellen.

Wärmende Bohnensuppe

Bohnensuppe in Suppenschale

Es regnet, die letzten Eicheln fallen krachend auf die Erde. Zum Wohlfühlen brauchen wir jetzt warme Kleidung und wärmende Speisen. Ideal ist da eine schnell gekochte Bohnensuppe.

Bohnensuppe für 4 Personen

Zutaten

1 kg grüne Bohnen, 1 Bund Bohnenkraut, 300 g, Sellerie (Knolle), 1 Möhre, 1 Stange Porree, 5 Kartoffeln, 400 ml heiße Brühe, 100 ml Weißwein, etwas Petersilie

Zubereitung

Das Suppengemüse fein würfeln, die Bohnen putzen und schnippeln, die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Das Suppengemüse wird in Olivenöl angebraten bis es beginnt zu bräunen, mit dem Wein ablöschen, die Kartoffeln und die Bohnen zugeben und mit Brühe auffüllen. Nach 10 Minuten Kochzeit prüfen, ob die Bohnen gar sind. Je nach Erntezeit garen die Bohnen unterschiedlich. Mit Salz, frischem Pfeffer, einer Prise Zucker und etwas Zitrone abschmecken. Die Petersilie wird beim Anrichten über die Suppe gestreut.
Guten Appetit!

Herbstsalat

Rotkohlsalat in  Schale

Roter Gemüsesalat

Dieser ist ein einfacher, frischer und gesunder Rohkostsalat.

Zutaten für 4 Personen

1 Rote Beete, 2 Möhren, 1/4 Stück Sellerieknolle, 1 Apfel, 3  EL Creme fraiche, 2 EL Rapsöl, 1,5  TL Honig, Saft einer 1/2 Zitrone (vielleicht etwas mehr), 1 EL Weißweinessig, Salz und Pfeffer.

Die Rote Beete, Möhren und den Sellerie raspeln. Den Apfel in kleine Stück schneiden. Die restlichen Zutaten in einer kleinen Schüssel verquirlen und unter das Gemüse mischen.

Der Salat muss noch gut durchziehen und sollte vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft nachgewürzt werden.

Herbstfarben

Herbstgemüse Kürbis Pilze Weintrauben Feldsalat

Im Herbst biegen sich die Markttische unter dem regionalen Obst- und Gemüseangebot. Alleine schon die Farben der Früchte regen zum Einkaufen und Kochen an.

Salat mit Hokkaidokürbis und Kräuterseitlingen für 4 Personen

Kürbispalten

1 mittelgroßer Hokkaidokürbis, 2 Knoblauchzehen, 5 Stängel Rosmarin, Salz, Pfeffer und Olivenöl

Den Knoblauch und Rosmarin fein hacken und vermischen. Den Kürbis gut waschen, aushöhlen und in 2-3 cm dicke Spalten schneiden, auf ein gut geöltes Backblech legen und mit der Knoblauch-Rosmarin-Mischung bestreuen. Mit Pfeffer und Salz würzen und mit Olivenöl beträufeln. Ist der Backofen auf 180 Grad aufgeheizt, wird der Kürbis für etwa 30 Minuten gebacken und anschließend 5 Minuten lang gegrillt.

Kürbisspalten mit Rosmarin auf Backblech

Kräuterseitlinge

400 g Kräuterseitlinge, reichlich Rosmarin und Thymian, Pfeffer, 5 Knoblauchzehen, Salz und Öl (Rapsöl und Olivenöl 1:1)

Die Pilze längs in Scheiben schneiden – etwa 4-5 mm dick. Der Kräuterseitling wird im Handel geputzt angeboten, deshalb nicht waschen, höchstens mit einem Küchenkrepp abreiben. In einer Pfanne werden die Seitlinge gemeinsam mit den Kräutern und den zerquetschten Knoblauchzehen (in der Schale lassen und einmal kräftig mit dem Handballen draufschlagen) so lange gebraten, bis sie beginnen goldbraun zu werden. Nicht komplett bräunen, sonst werden die Pilze zu fest und trocken. Würzen – fertig.

Croutons

4-5 Scheiben Roggenbrot oder Mischbrot, Olivenöl, 2 EL Butter, 3 Knoblauchzehen (ich habe geräucherten Knoblauch genommen, er bringt mehr Aroma), Rosmarin, Thymian, Pfeffer, Salz und eine Prise Kümmel

Die Brotscheiben in Würfel (1×1 cm) schneiden und zusammen mit den Kräutern und dem Knoblauch bei mittlerer Hitze in Öl braten, dabei häufig wenden und im letzten Drittel Butter zugeben und würzen, zur Seite stellen.

Rote Zwiebeln

Ich habe zwei große rote Lauchzwiebeln in dünne Scheiben geschnitten, das Zwiebelgrün in Ringe. Die Zwiebeln nur kurz in Rapsöl anschmoren – dabei eine Prise Zucker über die Zwiebeln streuen. Die Lauchringe sind zum Garnieren des Salates.

Pflücksalat und Feldsalat

4 Hände voll Pflück- und Feldsalat

Den Salat gründlich waschen, trockenschleudern, mit dem Kürbis, den Pilzen und den anderen Zutaten auf großen Tellern anrichten. Ein Dressing würde zu stark mit den Kräuter- und Röstaromen konkurrieren, deshalb reichen ein paar Tropfen Balsamicoessig und etwas Olivenöl für die Kürbisspalten und die Salatblätter.

Der orangene Hokkaido-Kürbis wirkt anregend auf Nieren- und Blasentätigkeit und entwässert gleichzeitig auf natürliche Art. Er hat reichlich Beta-Karotin, das unser Körper in Vitamin A umwandeln kann. 100 g Hokkaido-Kürbis decken etwa ein Drittel des Tagesbedarfs an Beta-Karotin. Die Schale enthält extra viel Beta-Karotin. Außerdem hat Hokkaido-Kürbis noch beachtliche Mengen an Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin C und E sowie Folsäure, Magnesium, Eisen und Phosphor zu bieten.

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Mangoldklößchen mit Tomatensugo

Mangoldklößchen in Tomatensoße

Mangoldklößchen mit Tomatensugo

Zutaten Mangoldklößchen für vier Personen

300g mehlige Kartoffeln, 150g Mangold, 120g Mehl, 70g Weizengrieß, 150g Parmesan, 2 Eier, 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe (zum Bestreuen der Klöße), beide sehr fein schneiden, Muskat, Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. Nach ca. 20 Minuten abgießen, gut dämpfen und stampfen oder pressen. Während die Kartoffeln kochen Grieß, Mehl, Eier, Zwiebel und Knoblauch vermischen, die Mangoldblätter fein hacken (alternativ könnt ihr Spinat oder im Frühjahr auch Bärlauch verwenden) und zusammen mit den etwas abgekühlten und gestampften Kartoffeln zu einer Kloßmasse verkneten. Während des Knetens würzen und abschmecken, anschließend beiseitestellen und etwa 15 Minuten quellen lassen.

Zutaten Tomatensugo

500g Tomaten, 450g Tomatenstücke aus der Dose, 1 Knoblauchzehe, 1 große Zwiebel, 1 Handvoll Kräuter (viel Basilikum, Thymian, Oregano, Rosmarin), Salz, 1TL Zucker, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung

Die Zwiebeln grob schneiden und im Öl schmoren, Knoblauch etwas später und danach die kleingehackten Tomaten und die Tomatenstücke zugeben. Wenn die Tomaten richtig heiß sind, kommen die die gehackten Kräuter und die Gewürze in den Schmortopf. Bei kleiner bis mittlerer Hitze wird das Sugo ca. 20 Minuten reduziert, dabei hin und wieder umrühren.

Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Der Topf sollte so groß sein, dass alle Klößchen nebeneinander in den Topf passen. Mit angefeuchteten Händen werden nun kleine Kugeln aus der Kloßmasse geformt und in das kochende Wasser gegeben – sofort die Temperatur herunterregeln und 20 Minuten ohne Deckel ziehen lassen. Das Wasser darf nicht mehr kochen! Die Klößchen schwimmen zum Schluss alle oben. Nun alle Klöße aus dem Wasser heben und abgetropft auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, Parmesan darüber hobeln und im Ofen so lange grillen, bis der Parmesan goldbraun wird.

Mit frischem Basilikum anrichten.

Guten Appetit!

 

 

Schnelle, herzhafte Alltagsküche

Stangengemüse Kürbis Zucchini

Frisches aus dem Garten.

Stangenbohnen mit Kartoffelstampf

Für drei – vier Personen

Zutaten

800g Stangenbohnen (flache Bohnen) die Enden abschneiden, 500g Kartoffeln schälen, 4 mittelgroße Tomaten in 1 cm dicke Scheiben schneiden, 2 EL Butter, 50g Mandelspalten, 1/2 Bund Petersilie grob hacken, Olivenöl, Bohnenkraut, Pfeffer, Salz, Muskat, Thymian, Oregano, 3 Zweige Rosmarin

Zubereitung

Die Kartoffeln in Salzwasser kochen, nach drei Vierteln ihrer Kochzeit die Bohnen mit wenig Wasser (kräftig salzen) und dem Bohnenkraut aufsetzen. Die flachen Bohnen benötigen nicht mehr als 8 Minuten bis sie gar sind. Danach die Bohnen abgießen. Sind die Kartoffeln gerade so gar, können sie grob gestampft werden, dann die Butter unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mit zwei Löffeln kleine Klößchen formen, sie vorsichtig in die, auf einen Teller gestreuten, Mandelspalten drücken. Es geht nicht darum, eine geschlossene Kruste zu bilden. Die Klößchen bei mittlerer Hitze in Olivenöl bräunen, zum Schluss die restlichen Mandeln mit in die Pfanne geben. Zwischenzeitlich müssen die Tomatenscheiben in Olivenöl geschmort werden, nur einmal wenden. Die Tomaten Salzen, Pfeffern und mit Thymian und Oregano würzen.

Nun kann serviert werden. Wenn ihr unsicher seid alle drei Komponenten zur gleichen Zeit fertig zu bekommen, empfiehlt es sich die Teller vorzuwärmen.

Guten Appetit!

Teller Stangenbohnen Tomaten Kartoffelstampf

 

Gemüsecurry

Gemüsecurry Mangold in Schälchen

Mangold asiatisch

 Zutaten

500 g Mangold, 4 Knoblauchzehen – in Scheiben schneiden, 1 Zwiebel – in Würfel schneiden, 3 EL Sojasauce, 8 EL Wasser, 3 EL Rapsöl, 1 EL Zucker, 1 EL Reisessig, Pfeffer, Salz

 Zubereitung

Den Mangold waschen und gut abtropfen lassen. Öl in einem großen Topf erhitzen, die Zwiebel und den Knoblauch anschmoren, dann den Mangold, Sojasauce, Essig und das Wasser zugeben. Wenn die Mangoldblätter zusammengefallen sind, die Kokosmilch und die Gewürze zugeben und alles ca. 10 Minuten auf mittlerer Stufe (ohne Deckel) köcheln und reduzieren lassen. Jetzt erst mit Salz abschmecken. Wird vor dem Reduzieren schon „richtig“ gewürzt, kann das Gemüse überwürzt sein.

Gemüsecurry Reis in Schälchen

 Asiatisches Gemüsecurry für 6 Personen

 Gemüse

1 kleinen Blumenkohl – in Rosen brechen, 1 kleinen Brokkoli – in Rosen brechen, 1          Aubergine – in Scheiben schneiden und vierteln, 2 große Karotten – Scheiben oder Stifte schneiden, 1 Zuccini – Scheiben schneiden – halbieren, 1 Kohlrabi – ca. 1 cm dicke Streifen schneiden, 2 Stangen Porree – 2 cm dicke Ringe schneiden, 2 Paprika – große Stücke schneiden, 2 runde Rettiche oder 1 spitzen Rettich – in Scheiben schneiden, 1 Glas Bambusstreifen – abgießen, 6 Knoblauchzehen – Scheiben schneiden

5 EL Sojasauce, 4 EL Fischsauce, 8 EL Wasser, 8 EL Öl (Erdnussöl oder Rapsöl), 3 Büchsen Kokosmilch, 3-4 Blätter langblättrigen- oder Vietnamesischen Koriander, 6 Kaffirlimettenblätter, 5 Stängel Zitronengras – vierteln und mit dem Messerrücken aufbrechen, 2 daumengroße Stücke Ingwer – in dünne Scheiben schneiden, 4 TL Curry,  1/2 Tl Cayennepfeffer (alternativ für Curry und Cayennepfeffer) 4 EL rote Currypaste , 1 EL Zucker, 3 EL Reisessig, 1 Bund Koriandergrün rupfen – zum darüber streuen

 Zubereitung

Öl in einem großen Wok (besser in zwei) erhitzen,

Ingwer, Zitronengras, Knoblauch mit dem Curry (Currypaste) anbraten, die Möhren, den Porree und den Kohl zugeben und anschmoren. Dann, bis auf den Rettich, das andere Gemüse zugeben. Nach kurzer Schmorzeit mit Wasser und Reisessig ablöschen, kurz darauf alle Zutaten, Gewürze und die Kokosmilch zugeben. 2 Minuten vor Ende  der Garzeit die Rettichspalten in den Wok geben und unterheben. Abschmecken und nach Belieben nachwürzen.

Die Garzeit liegt insgesamt etwa bei 12 Minuten. Das Gemüse sollte noch Biss haben.

Die Korianderblätter darüber streuen – guten Appetit.

Dazu passt Basmati-, Jasmin- oder Duftreis.

Gemüsecurry 1

Koriander

Koriander ist das weltweit meistverwendete Gewürzkraut. Es ist sozusagen die asiatische Petersilie, aber wird auch in Mittelamerika sehr viel verwendet. Koriander stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und verbreitete sich von dort nach Asien. Man nutzt das Koriandergrün und die Korianderkörner. Der berühmte griechische Arzt Hippokrates nutzte schon Korianderfrüchte bei Magen- und Darmbeschwerden, denn Koriander wirkt verdauungsfördernd, entblähend, entkrampfend und appetitanregend. Beim Stillen überträgt sich die krampflösende Wirkung über die Muttermilch auf den Säugling. Frisches Koriandergrün soll bei Entgiftungskuren die Ausleitung von Schwermetallen aus dem Körper unterstützen.
In der Küche werden Koriandersamen als Gewürz beim Backen von Brot, Weihnachtsgebäck und Apfelkuchen eingesetzt. Die Samen passen genauso gut zu Auberginen, Rote Bete, Kohlgerichten, Hülsenfrüchten, Fisch- Fleisch- und Geflügelgerichten. Es ist ein Bestandteil des Currypulvers.
Koriandersamen im Mund zerkaut, sollen gegen den unliebsamen Knoblauchgeruch helfen.
Das Koriandergrün hat ein ganz spezielles und intensives Aroma, man mag es, oder man mag es nicht. Daher kommt auch der negative Volksname Wanzendill. In Asien und Südamerika kann man das nicht verstehen, denn hier wird das seifig- ölige Aroma als angenehm empfunden.
Das Koriandergrün eignet sich für Salate, Suppen, Reisgerichte und asiatische Pfannengerichte. Es wird, wie Petersilie, erst ganz zum Schluss unter die Speisen gemischt.

Südamerik Koriander small 019

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Koriandersorten
„Aladin“ verbreitete Sorte für die Ernte von Blattkoriander.
„Marino“ verbreitete Sorte für die Ernte von Koriandersamen.
„Thüringer“ an das hiesige Klima gut angepasste Sorte
„Cilantro“ (bezeichnet in Mittelamerika Koriander) und die Koriandersorte „Confetti“ – Ihr Geschmack ist für Koriandereinsteiger geeignet.
„Langer Koriander“ (Sägezahndistel) stammt aus Südamerika, es ist eine kleinwüchsige Sorte und hat ein fantastisches Aroma. Schon wenige Blätter genügen um einem Gericht den intensiven Geschmack zu geben. Diese Koriandersorte kann getrocknet werden, ohne dass sie ihr Aroma verliert.
„Vietnamesischer Koriander“ ist ein robustes Knöterichgewächs und hat ein leichtes Korianderaroma mit einem pfeffrigen Geschmack. Er wird in Vietnam zum Würzen von sauer eingelegtem Gemüse, Salaten und Suppen verwendet. Auch diese Sorte lässt sich gut trocknen.
Die anderen Koriandersorten sollten eingefroren werden oder in Öl konserviert werden nach Pesto-Art.

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Bruschetta

Bruschetta mit Basilikum

Nach dem Kuchen brauchte ich etwas Herzhaftes und das sollte schnell gehen. Es gibt jetzt endlich schmackhafte Tomaten, also gab es Bruschetta mit frischen Kräutern. Das ist unkompliziert und schmeckt immer.

Bruschetta

Zutaten für 2-3 Personen
450 g Strauchtomaten, 1 mittelgroße Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, ca. 6 ELOlivenöl, 1 Handvoll Basilikumblätter, 5 kleine Thymianzweige (oder 1 gehäufter TL getrockneter Thymian), Fleur de Sel, Pfeffer , 4 Scheiben Mischbrot oder Ciabatta, was im Hause ist.
Zubereitung
Die Tomaten in kleine Würfel schneiden, so klein wie man sie mag. Die Zwiebel und eine Knoblauchzehe in ganz feine Stücke schneiden und zu den Tomaten in eine Schüssel geben. Die Tomaten mit Meersalz, Pfeffer, dem grob gehackten Basilikum und dem fein geschnittenen Thymian kurz würzen, Olivenöl zugeben und erst jetzt alles vorsichtig vermischen. Anschließend noch einmal abschmecken. Die zweite Knoblauchzehe schälen und zur Seite legen.

Den Grill im Backofen anstellen. Die Brotscheiben mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufeln, mit der zweiten Knoblauchzehe einreiben und von beiden Seiten rösten oder das Brot auf ein Backblech legen und in ca. 8 Minuten schön kross backen und raus damit.

Alles zusammen auf den Tisch bringen und selbst belegen, wer möchte kann noch Käse dazu nehmen, egal ob Mozzarella oder Parmesan.

Kirschtomaten an Holzdecke hängend zum trocknen

Kirschen und „Fastfood“ Pasta

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Kirschen sind tolle Früchte, sie schmecken nach Sommer und Sonne. Im Wettbewerb mit den Elstern habe ich im Kirschbaum gestanden und ca. 3 kg gepflückt. Es ist herrlich, einen Moment die Gartenarbeit ruhen lassen, die Früchte knabbern und die warme Jahreszeit genießen. Heute haben wir ordentlich im Garten gewühlt, waren ganz schön erledigt und hatten keine Lust aufwendig zu kochen. Im Schrank fanden wir Pasta, auf dem Küchentisch Tomaten, im Tiefkühlfach Scampi, schnell noch durch’s Kräuterbeet gehüpft – Majoran, Thymian, Rosmarin und Basilikum gepflückt, ein paar Kirschen entsteint, nochmals durch den Kühlschrank „gefegt“ und dabei Ricotta und Schmandreste gefunden. Schon hatten wir genug, um ein leckeres Hauptgericht und ein Dessert zu zaubern. Pasta und Pesto sind immer schnell gemacht.

Pasta mit Tomatensugo, Scampi und Basilikumpesto zum Abschluss ein Kirschdessert
Bereitet erst das Dessert und stellt es kalt. Dann das Pesto und zum Schluss die Pasta.
Das Pestorezept habe ich schon im letzten Sommer unter „Sommer im Glas“ gebloggt. Hier noch einmal zur Erinnerung:

Basilikumpesto

75g Basilikum, 75g geröstete Pinienkerne, 100g Parmesan, 1 China-Knoblauch oder 2 Knoblauchzehen, ca. 150ml Olivenöl, Meersalz

Die Kräuter und den Knoblauch zuerst im Mixer grob zerkleinern, dann nach und nach das Olivenöl, die Pinienkerne (oder Mandeln) und den Käse zugeben. Vorsichtig salzen und pfeffern. Zerkleinern bis eine homogene Masse entsteht. Das Pesto in saubere Gläser mit Schraubverschluss einfüllen, Olivenöl ca. 1 cm über das fertige Pesto geben und fest verschließen. Im Kühlschrank hält das Pesto mehrere Wochen, frisch schmeckt es aber am besten.

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Pasta, Garnelen und Tomatensugo für 4 Personen

Tomatensugo
2 Zwiebeln, 6-8 Knoblauchzehen, 250g Tomatenstücke (Dose oder frisch), 1/2 Glas Rotwein, eine Handvoll Kräuter (Thymian, Oregano, Rosmarin, Majoran), 1 Prise Zucker, Salz, Pfeffer, gehobelter Parmesan.
3 Knoblauchzehen und die Zwiebeln stückeln und in Olivenöl in einer großen Pfanne anbraten, mit Rotwein ablöschen nacheinander die Tomaten und die gehackten Kräuter zugeben. Auf kleiner Flamme reduzieren lassen.

Pasta
In einem großen Topf Salzwasser erhitzen. Wenn das Wasser kocht, die Nudeln in den Topf geben. Auf unserer Packung waren 11 Minuten angegeben. Stellt die Uhr auf nur 7 Minuten. Danach die Pasta abgießen und gut abgetropft unter das Sugo heben (deshalb die große Pfanne oder ihr verwendet einen Wok).

Scampi
Während die Nudeln kochen in einer Pfanne mit Öl die ganzen, leicht angedrückten, Knoblauchzehen anrösten, die Scampi dazugeben und auf jeder Seite nicht länger als 1 Minute braten, mit Salz und Pfeffer würzen, fertig.

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Basilikum

Basilikum steht für Italien, aber das Kraut ist ursprüngliche eine asiatische Würzpflanze. Seit rund 3000 Jahren wird Basilikum in Indien kultiviert.
Es gibt eine Vielzahl von Variationen des Basilikums, die sich in Aussehen, Geruch und Geschmack deutlich unterscheiden. Da ist der Klassiker – die Basilikumsorte Genoveser, oder die feinblättrige Pflanze – der Pistou- Basilikum und das Buschbasilikum. Letzteres wächst hier gut im Garten oder im Balkonkasten. Es gibt mehrere verschiedene Sorten des rotblättrigen Basilikum. Deren Geschmack ist etwas herber und leicht schärfer. Die drei verschiedenen Sorten des Thai- Basilikums sind für die asiatische Küche geeignet.
Verwendet werden meist frische Blätter. Frische Blätter und auch das getrocknete, gerebelte Kraut können in Öl eingelegt werden, da die Aromastoffe des Basilikums fettlöslich sind.
Frische Basilikumblätter lassen sich gut einfrieren, wenn sie vorab mit etwas Speiseöl eingerieben werden.
Basilikum hat eine appetitanregende, verdauungsfördernde und harntreibende Wirkung. Ihm wird eine desinfizierende Wirkung zugeordnet, es wirkt antibakteriell. Basilikum kann auch Schäden, die durch freie Radikale entstehen, vorbeugen.
In meinem Lieblingskraut stecken reichlich ätherische Öle und Saponine. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken, über die Zellwände des Darms, reinigend. Sie helfen bei Verstopfung und gegen Blähungen.
Anwendung: Basilikum möglichst immer frisch verwenden. Kauft also einen Topf. Oft sind zu viele Pflanzen in den Töpfen, also ruhig einige Stängel unten ausschneiden (und verwenden). Später immer die oberen Blätter abschneiden, bis zum darunter wachsenden Blattpaar. Das Basilikum am besten erst kurz vor dem Essen schneiden.
Teeaufguss:
Dafür braucht ihr 1 TL gehacktes Basilikumkraut (frisch oder getrocknet) für 1 Tasse Wasser. Wasser aufkochen, vom Herd nehmen, ca. 3 Minuten abkühlen lassen, dann über die Blätter gießen und 5 Minuten ziehen lassen.
2-3 Tassen täglich (morgens, mittags und abends), langsam und ungesüßt.
Wie schon gesagt, es wirkt antibakteriell und man kann es bei der Einnahme von Antibiotikern unterstützend einsetzen. Es ist reich an Vitamin A und C, hat einen hohen Anteil an Eisen. Im Ayurveda wird die reinigende Kraft des indischen Basilikums geschätzt. Basilikum besitzt dieselben Enzyme, die auch in entzündungshemmenden Medikamenten enthalten sind, wie zum Beispiel in Ibuprofen oder Tylenol. Ich versuche immer erst einmal einen Basilikumtee zu trinken bevor ich zu Medikamenten greife.

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Schnelles Kirschdessert für 3 Personen

Zutaten
100 g Haferplätzchen oder Amaretti (ital. Mandelgebäck), 300 g entsteinte Kirschen (kurz aufgekocht oder Kirschen aus dem Glas), etwas Kirschlkör (wir hatten nur Obstler, es geht auch ohne Schnaps), 100 g Schmand, 100 g Ricotta, 1 Becher Sahne, 2 Päckchen Vanillezucker, 2 Päckchen Sahnesteif, 1/2 TL Zimt, 2-3 TL Kakaopulver, 1 Päckchen Tortenguss
Zubereitung
Die Plätzchen in der Küchenmaschine zerkleinern und in die Gläser geben, sie bilden den Boden des Desserts. Mit etwas Kirschlikör beträufeln, festdrücken. Auf den Plätzchenboden die Kirschen geben und mit dem Tortenguss bedecken (Tortenguss nach Anleitung aufkochen), abkühlen lassen. Schmand, Zimt und Ricotta verrühren. Die Sahne mit Vanillezucker und dem Sahnesteif schlagen, anschließend unter die Schmand – Ricotta – Mischung heben. Die Masse auf die abgekühlten Kirschen schichten. Ihr könnt die Schichten nach Belieben variieren – noch eine zweite Plätzchenschicht oder Kirschschicht – wie ihr möchtet. Anschließend garnieren. Dazu habe ich Kakaopulver, Kirschen und Sahne genommen, es gehen auch Schokostreusel, geröstete Mandeln, gehackte Walnüsse usw. Schaut einfach nach was in euren Schränken zu finden ist. Joghurt mit Kirschen ist auch eine leckere Sache.

 

 

Buntes Backgemüse

Backgemüse mit Holzlöffel

 Buntes Backgemüse

Dieses Gericht ist so einfach. Man muss nur frisches Gemüse, Gewürze und Kräuter nutzen und man hat ein köstliches Essen.

Zutaten für vier Personen

2 kleine Auberginen
2 mittlere Zucchini, für’s Auge – eine gelbe und eine grüne Zucchini
2 rote Paprika
4 große Kartoffeln
1 Dose Tomatenstücke
2 rote Zwiebeln würfeln
1 daumengroßes Stück Ingwer in feine Stücke schneiden oder reiben
5 Knoblauchzehen fein stückeln
1 EL Senfkörner
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Minze
5-6 Blätter Salbei
1 EL Tandoori Masala (Koriander, Cumin, Ingwer, Knoblauch, Chilies)
Pfeffer, Salz, 1 Prise Zucker, 1 gestrichenen TL Zimt
Olivenöl

Zubereitung
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Kartoffeln schälen, Gemüse und Kartoffeln in grobe Würfel schneiden, in eine Backform schichten, mit Pfeffer, Salz und Zimt würzen und Olivenöl über das Gemüse geben. Dann kommt das Backblech für ca. 35 Minuten in den Ofen, bis das Gemüse beginnt zu bräunen.
In einer Pfanne Öl erhitzen und die Senfkörner kurz rösten (2-3 Minuten), die Gewürze, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer zugeben und solange braten, bis die Zwiebeln zu bräunen beginnen. Jetzt kommen die Tomatenstücke und etwa die Hälfte der grob geschnittenen Kräuter dazu. Alles zusammen 10- 15 Minuten schmoren. Reduziert die „Soße“ zu stark, hilft etwas Wasser oder ein Schuss Wein – rot oder weiß. Das Gemüse sollte später aber nicht in der Soße „schwimmen“. Nach der Backzeit das Gemüse und die Soße vorsichtig miteinander vermischen, dabei die restlichen Kräuter unterheben. Wer mehr Röstaromen mag, übergrillt die Gemüsepfanne noch einmal für einige Minuten im Ofen. Guten Appetit

Backgemüse in Bratpfanne

Bohnen – Quinoa – Salat

Quinoa Bohnen hell

Quinoasalat mit einer anderen Geschmacksvariante. Auch diesen Salat könnt ihr gut zur Arbeit, einem Picknick oder einem Grillabend mitnehmen.

Bohnen-Quinoa-Salat

Auf die Kräuter kommt es an.

Zutaten

250 g Grüne Bohnen putzen und in gleich große Abschnitte schneiden und bissfest in Salzwasser mit Bohnenkraut kochen.

250 g (Abtropfgewicht) weiße Riesenbohnen aus der Dose

200 g Quinoa nach Anleitung gekocht

1 Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden

Saft einer ½ Limette

Saft einer ½ Zitrone

1 El Thymian getrocknet (wenn möglich Zitronenthymian)

1 EL Oregano getrocknet

1 EL Bohnenkraut getrocknet

4 EL Olivenöl

1 TL Zucker

Pfeffer, grobes Meersalz

Zubereitung

Alle Kräuter mit etwas Meersalz und Pfefferkörnern in einem Mörser fein zerstoßen. Die abgespülten und abgetropften weißen Bohnen mit den grünen Bohnen und den anderen Zutaten vorsichtig in einer Schüssel vermischen, die Kräuter zugeben, abschmecken und zum Schluss das Olivenöl unterheben.

Die Kräuter und die Bohnen harmonieren wunderbar miteinander, deshalb verzichte ich bei diesem Salat auf zu viel Säure und Zucker.

Quinoa

Glasierter Möhrensalat

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Diesen Salat kann man gut zu Grillpartys oder zur Arbeit als Mittagsimbiss mitnehmen. Hier habe ich Palmblütenzucker benutzt. Zucker ist eines meiner nächsten Themen. Palmzucker wird aus dem Saft der Blütenstände von Palmen gewonnen. Er hat einen niedrigen glykämischen Index von 40 – normaler Zucker von 100. Wer Zucker in seiner Nahrung reduzieren will, kann ihn also gut verwenden. Er hat einen malzartigen Geschmack und harmoniert in diesem Gericht gut mit den Möhren und dem Kreuzkümmel.

Glasierte Möhren mit Cranberries

Zutaten
500 g Möhren putzen und in Streifen schneiden
100 g getrocknete Cranberries
1/2 Bund Petersilie grob hacken
Saft einer ½ Zitrone
2 EL Balsamico
100 ml Weißwein
2 1/2 EL Zucker (Palmblütenzucker)
5 EL Olivenöl
Pfeffer, Salz, ¼ TL Kreuzkümmel zerstoßen, 1 Prise Kurkuma,

Zubereitung
Die Möhrenstreifen 3 Minuten in Salzwasser mit etwas Zucker und einem Schuss Öl kochen. In einem Wok Kreuzkümmel und Kurkuma in Öl erhitzen, die abgetropften Möhren dazugeben, kurz unter großer Hitze schwenken, dabei den Zucker zugeben und mit Weißwein und Balsamico ablöschen. Die Flüssigkeit verkochen lassen – insgesamt nicht länger als 5 Minuten, sodass die Möhren immer noch Biss haben. Dabei mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und noch etwas Öl zugeben. Den Wok vom Herd nehmen, die Cranbarries und die Petersilie unterheben. Lauwarm oder kalt servieren. Guten Appetit.